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04.04.2019

Alpenregion soll bis 2050 klimaneutral werden

Impressionen von der Sitzung der XV. Alpenkonferenz.
03.04.2019 | Europa und Umwelt

XV. Alpenkonferenz

Bei der 15. Alpenkonferenz in Innsbruck wurde die verstärkte Zusammenarbeit beim Klima- und Bodenschutz im Alpenraum beschlossen. Das BMU übernimmt in diesem Zusammenhang den Vorsitz der neu geschaffenen Arbeitsgruppe Bodenschutz.

XV. Alpenkonferenz beschließt Klimazielsystem 2050 für den Alpenraum und verstärkt Zusammenarbeit beim Bodenschutz

Zum Abschluss der XV. Alpenkonferenz, die vom 3. bis 4. April 2019 in Innsbruck stattgefunden hat, einigten sich die Ministerinnen und Minister der neun Vertragsparteien der Alpenkonvention auf eine verstärkte Zusammenarbeit beim Klima- und Bodenschutz in den Alpen. Verabschiedet wurde ein "Zielsystem klimaneutrale Alpen 2050". Das Zielsystem deckt unter anderem die Bereiche Verkehr, Tourismus, Energieerzeugung und Landwirtschaft ab. Zum Bodenschutz wurde eine neue Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich insbesondere mit dem Schutz der Moore befassen wird.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: "Der Alpenraum ist vom Klimawandel besonders betroffen: schmelzende Gletscher, schwindende Schneesicherheit und eine Verschiebung der Klimazonen. Die Alpenländer wollen daher einen substanziellen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Das heute beschlossene Zielsystem klimaneutrale Alpen 2050 ist ein Meilenstein zum Schutz der Alpen. Es konkretisiert unsere Vision, die Alpen zu einer Modellregion für den Klimaschutz zu machen und formuliert eine umfassende Strategie dafür".

Klimaschutz ist im Mehrjährigen Arbeitsprogramm der Alpenkonvention als Priorität verankert. Auf der Basis des neuen Zielsystems Klimaschutz 2050 soll in den kommenden zwei Jahren ein aktualisierter Klimaaktionsplan erarbeitet werden.

Für Deutschland ist der Klimaschutz im Alpenraum, der zu den beliebtesten Urlaubszielen der Deutschen gehört, ein wichtiges Anliegen. Bereits 2016 wurde unter deutscher Präsidentschaft der Klimaschutz zu einem der Schwerpunkte der Arbeit der Alpenkonvention, verknüpft mit den Themen nachhaltiges Wirtschaften und Unterstützung der Zivilgesellschaft im Alpenraum. Bei der diesjährigen Alpenkonferenz wurde dementsprechend auch das Aktionsprogramm "Grünes Wirtschaften" beschlossen. Deutschland engagiert sich zudem in vielfältiger Weise für den kommunalen Klimaschutz im Alpenraum, unter anderem im Rahmen des Projekts "ALPACA" für eine alpenweite Klimapartnerschaft, um Erfahrungen zwischen den Regionen auszutauschen. Im deutschen Alpenraum fördert das BMU den kommunalen Klimaschutz im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI), zum Beispiel den Ausbau einer klimafreundlichen Radverkehrsinfrastruktur.

Deutschland setzt sich daneben auch für eine intensivere Zusammenarbeit beim Bodenschutz ein. Das Bundesumweltministerium übernimmt den Vorsitz der neu geschaffenen Arbeitsgruppe Bodenschutz und wird dabei unter anderem von Bayern unterstützt.

Die Konferenz fand unter österreichischem Vorsitz statt und wurde geleitet von der österreichischen Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus, Elisabeth Köstinger. Für den Zeitraum bis zur nächsten Alpenkonferenz voraussichtlich im Januar 2021 übernimmt Frankreich den Vorsitz. Die Vertragsparteien der Alpenkonvention sind Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, Liechtenstein, Monaco, Schweiz, Slowenien und die Europäische Union.

Die Alpenkonferenz verabschiedete außerdem den bisherigen Generalsekretär, Botschafter Markus Reiterer aus Österreich, und dankte ihm für die geleistete Arbeit in den vergangenen sechs Jahren. Als neue Generalsekretärin wurde die Slowenin Alenka Smerkolj ernannt, die zuletzt Ministerin für Kohäsionspolitik und für Finanzen von Slowenien war.

04.04.2019 | Pressemitteilung Nr. 046/19 | Europa und Umwelt