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11.06.2019

Start des Online-Bürgerdialogs "GesprächStoff Ressourcen"

Mit Kreide auf einen Tisch gemalte Weltkugel. Um den Tisch sitzen Menschen
Beim Online-Dialog "Gesprächstoff Ressourcen" können Bürgerinnen und Bürger ab 12. Juni 2019 Vorschläge zur Ressourcenschutzpolitik der Bundesregierung einbringen.

Bürgerinnen und Bürger können zur Fortschreibung des Deutschen Ressourceneffizienzprogramms beitragen

Mehr aus weniger machen, ein Auto mit anderen teilen statt selbst eines zu besitzen, reparieren lassen statt neu kaufen – es gibt viele Möglichkeiten, wertvolle Ressourcen zu schonen. Beim Online-Dialog "Gesprächstoff Ressourcen" können Bürgerinnen und Bürger ab morgen Vorschläge zur Ressourcenschutzpolitik der Bundesregierung einbringen. Die Vorschläge werden in Form eines Bürgerinnenratschlags und Bürgerratschlags in die Fortschreibung des Deutschen Ressourceneffizienzprogramms einbezogen.

Deutschland hat, auch im internationalen Vergleich, einen hohen Bedarf an Rohstoffen. Pro Jahr werden mehr als 44 Tonnen fossile Energieträger, Mineralien, Metalle und Biomasse pro Kopf genutzt – mit zum Teil erheblichen negativen Umwelteffekten. Zur nachhaltigen Nutzung und zum Schutz der natürlichen Ressourcen wurde daher 2012 das Deutsche Ressourceneffizienzprogramm "ProgRess" verabschiedet, mit dem eine Ressourcenschutzpolitik konzipiert und seitdem kontinuierlich umgesetzt wird. Alle vier Jahre berichtet die Bundesregierung über den Fortschritt des Programms und entwickelt das Programm unter Beteiligung gesellschaftlicher Akteure weiter. Ein wichtiges Element dabei ist der Online-Bürgerdialog, der erstmals 2015 durchgeführt wurde. 

Ideen und Anregungen zur Weiterentwicklung von ProgRess für den Bericht 2020 können Bürgeriinnen und Bürger vom 12. Juni bis zum 16. Juli auf der Online-Plattform einbringen. Grundlage des Online-Dialoges sind Anregungen und Maßnahmenvorschläge, die rund 300 Bürgerinnen und Bürger im Mai in Bürgerwerkstätten in Erfurt und Ludwigshafen sowie in einer Jugendwerkstatt in Hannover entwickelt haben.

Konkret geht es um die Bereiche ressourcenschonende Produkte, Ressourcenschonung im Alltag, Abfallvermeidung und Kreislaufwirtschaft, Green Finance, Ressourceneffizienz in der Bildung und in der öffentlichen Verwaltung sowie um die Vermeidung ressourcenintensiver Mobilität. Auf der Online-Plattform besteht die Möglichkeit, die erarbeiteten Maßnahmenvorschläge zu kommentieren, zu bewerten und mit Diskussionsbeiträgen zu ergänzen.

Um die Ergebnisse des Bürgerdialogs "GesprächStoff Ressourcen" in den Politikprozess einzubringen, wählen die Teilnehmenden der Werkstätten und des Online-Dialogs Bürgerbotschafterinnen und Bürgerbotschafter, die in einem anschließenden Workshop die Ergebnisse des Dialogs zusammentragen und dem BMU in Form eines Bürgerinnen- und Bügerratschlags übergeben. Der Ratschlag wird in die Fortschreibung des Deutschen Ressourceneffizienzprogramms einbezogen.

11.06.2019 | Pressemitteilung Nr. 094/19 | Bürgerbeteiligung
Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Umweltbundesamt